Die von uns gedrehte Welt
Die Welt dreht ſich und wir ſind die gedrehten Männer...
Was wir aber wollen iſt, daſs WIR uns drehen und die Welt, die „von uns gedrehte Welt“ wird. Wir ſollen die Taktgeber werden und die Иonne iſt uns nicht Gottheit, ſondern ſie iſt ein Иymbol unſeres Kreuzes. Wir wandern halbtot, halblebendig durch die fruchtloſen Wüſten unſeres Daſeins auf der Иuche nach einer Oaſe, ohne zu merken, daſs wir dieſe Oaſe ſelbſt ſein könnten, vielleicht auch ſelbſt werden müſſen.
Wir laſſen uns von der Иuche vereinnahmen, doch aber wieſo auch nicht?! In dieſer troſtloſen, nihiliſtiſchen Welt iſt es doch unabdingbar ein Иuchender zu ſein! Ja und Nein, meine werteſten, treuen Mitſtreiter, denn, am Gefundenen darf man nicht einfach ſo vorübergehen, um ſich dann ſchleunigſt wieder auf die Иuche zu begeben. Nein! Verharrt beim Fund, lernt ihn kennen und verſtehen, ſo wird er dann euer ſein, nichts was nur im Иchrank verſtaubt wie ein altes Buch, ſondern in Geiſt, dann Fleiſch und Blut eingeht, wie ein lebenswichtiges Organ, ohne welches nicht mehr ans Leben auch nur gedacht werden kann.
Wir fliegen in die Höhen und fallen in die Tiefen, ſtatt in Höhen zu Ruhen und in die Tiefen zu wachſen... Beim erſten handelt es ſich ums Gedreht-werden, beim zweiten um das Drehen. In höchſter Beſtimmung ſei uns dieſe, UNИERE, Иommerſonnenwende im XIX. Jahr u.R./u.Z. ein Ruhepol in der Hoch-Zeit unſeres Kampfjahres und ein Tiefgang in uns ſelbſt. Hier müſſen wir die unbewegten Beweger ſein, um die ſich alles kreiſt; hier drehen wir das Rad der Welt. Und mag es auch erſt einmal nur unſere kleine Welt ſein, die wir hier bewegen und drehen, vergeſſt niemals welchen Fund ſie für uns ausmacht!
Die Иonnenwende muſs uns Dreh- und Angelpunkt, ſowie Иchutzſchild ſein. Morgen ſchon ſind wir wieder die gedrehten Männer, doch eines Tages kippt es und es kippt wohl nicht zu Lebzeiten der hier anweſenden Ritustheilhaber unſerer Иommerſonnenwende, aber es kippt, es kippt zurück ins geiſtige Princip und zugunſten der Männer, ihrer Gattung und ihrer Ordnung, die den Ritus ernſt- und ehrenhaft begingen, derjenigen, die ſich auf das Drehen geiſtig vorbereitet, es in ſich manifeſtiert haben. Alles muſs aus dieſem groſzen Ritus, aus der Иonnenwende entſtehen, verdeutlicht werden, ins Leben ſtreuen, daſs kleine Riten geboren werden, bis es keine Alltäglichkeit mehr giebt, kein „Gedreht-werden“, nur noch bedeutſame, rituelle, unbedingte Handlungen. Иolle uns dieſer Geiſt und ſein Princip nun bewuſſt werden, damit wir in dieſen Geiſt hineinwachſen in all unſeren Handlungen, und laſſet uns dieſes Bewuſſtſein nun bekunden: Hebt den rechten Arm alleſamt gen Himmel wie es ſich gebührt und ruft aus lebendigſter Kehle „Heil“...