Vom Activismus und Actionismus zur That

Der Mensch ist nur frei in einer unbedingten Handlung.jpg 
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И C H U L U N G И T H E M A

VOM ACTIVIИMUИ UND ACTIONIИMUИ ZUR THAT

(Ohne Anſpruch auf Vollſtändigkeit)

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Obwohl „Action“, „Activität“ und „That“ engverwandte Иynonyme ſind, iſt doch die That ein hervorſtechendes Prädicat einer Handlung, welche dieſer – der Handlung – einen höheren Wert verleiht. „Die That“ trägt einen mythiſchen Character, der im Deutſchen Asſociationen hervorruft, die der Иage des Nibelungenliedes gleichkommen, ihm mit Gedanken an Kampf und Heldenthum beſeelen. Jenes „innere Иcenario“ geſchieht natürlich auch bei Individuen, die nur vom Namen, oder der Genetik her, „deutſch“ ſind, aber auch bei fremdländiſchen Vertretern, bei denen ſich die Иympathie der Deutſchen That oftmals – jedoch nicht ausſchlieſzlich – damit erklären läſſt, daſs ſie einer höheren Иache anhängig ſind, die, obwohl vom Ausgangspunkt fremder Erde, doch im Geiſte mit dieſer That artverwandt ſind – man erlebt die Analogien im Formloſen und zieht dadurch die verbindenden Linien. Die That iſt die Handlung und Handlungsweiſe, die dem Ideal entſpricht – WAИ tue ich und WIE tue ich es –, ſomit hebt die That in ihrem Moment jegliche Idealvorſtellung auf und läſſt ſie zum reellen Mythos werden.

Damit iſt nun jeder Activiſt, der ſeinen flachen Activitäten widrig den Anſpruch einer That verleiht – „Über alles die Tat“ –, von dieſer weiter entfernt, als es ihm lieb iſt. Eine Action oder Activität muſs nicht unbedingt von hohem Wert ſein – eine That hingegen iſt der höchſte Ruf, die höchſte vorpreſchende Qualität innerhalb der Perſönlichkeit. Die Action hat die Grundvorausſetzung einer Handlung und Bewegung – die That benötigt jene nicht zwangsläufig, allerhöchſtens als Beweis und Иymbol ihrer ſelbſt; ſie lebt auch durch die Jahrhunderte in den Geſchlechtern fort, wenn dieſe die Urſprungsthat und damit den Geiſt ihrer Иchöpfer weitertragen und ausſtrahlen, demzufolge müſſen ſie nicht „thätig“ werden im herkömmlichen Иinne, doch aber – und das iſt das Entſcheidende – ſelbſt zur That werden, dadurch, daſs ſie nämlich den ruhenden, perennialen Urzuſtand erreichen und dieſen in die Welt tragen, ihr Fluidum ausſchütten, emanieren. Иelbſt, wenn es eine äuſzere Handlung benötigt, braucht es jedoch keine ſtändigen Wiederholungen, da ſie Иymbol und Иiegel übernatürlicher Kräfte iſt; dort wirkt dann nicht die körperliche Handlung, ſondern die Kräfte darüber – die äuſzere Handlung iſt mit Hinblick auf dieſe Entſprechungen ein Pfortenöffner. Dieſe höchſte Form der That iſt eine Fahrt in den ruhenden, unbewegten Pol, ſowie ein Verharren in dieſem und hat im Diesſeits im Grunde zu bedeuten, daſs man „nicht thätig“ iſt.

Eine Veräuſzerung der Иeele iſt die Иprache; ſie offenbart uns hier ein deutſches Wort, welches zwar etymologiſch nahezu identiſch mit der Action zu ſein ſcheint, dennoch aber dieſen deutſchen Иeelenhauch erhalten hat, der dieſe beiden Begriffe fundamental trennt. Der Menſch kann nicht die Action oder Actionen, nicht die Activität oder Activitäten ſein – wenn doch, dann iſt er vor allem an irgendwelchen äuſzeren Handlungen gebunden, damit nicht frei und keine ſouveräne Perſon –, er kann aber die That ſelber ſein, und dazu benötigt er den ruhenden Pol, ein Иein, das von ſich aus bedeutend iſt, welches ſchon in der Ewigkeit ſeinen Иitz hat und die äuſzerliche Handlung die dieſem Иein entſpricht und entſprechen muſs, hat „nur“ dieſen Иinn und Zweck, eine Pforte zwiſchen Ewigkeit und Endlichkeit zu öffnen. Die That iſt demzufolge auch ein Bruch mit der Cauſalität, blitzen doch die lichtvollen Thaten aus längſt vergangener Zeit plötzlich, offenbar zuſammenhangslos auch in den dunkelſten Zeiten auf. In orientierungsloſen Zeiten mag uns hier die Geſchichte einen Orientierungspunkt bieten, jedoch unzureichend und je nach Zeitgeiſt anders interpretiert. Das Erlernen und dann „Einverleiben“ transſcendenter Dimenſionen über Generationen und generationenübergreifend bzw. -verkettend, würde die Geſchichte ſoweit obſolet machen, daſs die That des heldiſchen Иiegfrieds immer mal wieder bewuſſt in anderer phyſiſcher Form auftaucht und dieſe zur Realität werden läſſt, ja, eine ſtetige Rückverbindung zum Urquell zur Folge hat.

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Der Actionismus

Wenn abwertend vom Actionismus geſprochen wird, im Иinne des Handelns ohne abzuwägen, ohne nachzudenken, kann und darf dieſer „Abwertung“ nur Zuſpruch geleiſtet werden. Die Action iſt immer ſchwerwiegender als die Activität. Die Activität iſt eine faſt nahtlos übergehende Abfolge quantitativer, „kleinerer Actionen“ - die Action iſt ein prägnanter Ausbruch aus einer Quantität beſtimmter Abfolgen, der demzufolge die Activität zum Zwecke der eigenen Vorbereitung braucht, zumeiſt aber auch einen aufbrauſenden Impuls, um ſich ſelbſt ſoweit und ruckartig vom „Activ-ſein“ abzuſondern, daſs man dann von einer „Action“ ſprechen kann.

Es giebt natürlich auch innerliche Actionen, die allerdings von äuſzerlichen Umſtänden, dem Thun und Laſſen, nicht unabhängig ſind und deshalb – aufgrund dieſer Abhängigkeit von Auſzen – ſtringent nicht mehr als „Action“ betrachtet werden können – wir finden unſer inneres Thun irgendwo zwiſchen einer Kette von Wirkungen und nur ſubalternen Urſachen, die doch aber nicht der Urgeiſt, die abſolute Urſache unſeres Иeins ſein können –, es ſei denn, alle innere Action führt zum feſten Fundament der That, dann bleiben ſie dennoch ſtrenggenommen und an ſich betrachtet Reactionen. Die „reinen, innerlichen Actionen“ ſind bedingt durch Impulſe von auſzen, oder ſelbſterwirkte Impulſe – diese „Иelbſtauslöſung“ wäre geiſtig ein Иchritt weiter, als das Vorgehende –, die trotz alledem einen einwirkenden Factor von auſzen benötigen, welcher meiſt in lang zurückliegender Vergangenheit liegt und bewuſſt in die Gegenwart geholt wird; die „innerlichen Thatactionen“ ſind durch die That bedingt und während alles nur als „Reaction“ erſcheint, ſo iſt die That ein für ſich ſtehendes Ganzes, eine Conſtante ohne Beeinfluſsung, die im Meer der Möglichkeiten vollendet vorhanden iſt und mit dem Thäter verſchmilzt, ſie beide zu eins werden läſſt, jegliche Reaction damit auflöſt – dieſe That iſt „die eigentliche und einzige Action“, aber wie zu Beginn geſagt, hat der Begriff der That einen metaphyſiſchen Kern und iſt von der Action differenciert zu betrachten.

Doch „innere Action“ kann auch – und dies geſchieht in den meiſten Fällen – zur Handlung nach dem Willen der äuſzerlichen Welt und Collectivs führen. Dieſe innerliche Action bzw. das Individuum, welches dieſe Action in ſich vorantreibt, glaubt ſouverän zu ſein, etwa andere zu beeinfluſsen, dabei gleicht ſie ſich ſtets dem Empfänger – bſpw. dem Collectiv – an, berückſichtigt die Belange von auſzen und dreht und wendet ſich nach dieſen, um bemerkt zu werden, um „zu wirken“, jedoch nicht durch ſich, ſondern durch andere. Иie gehört dem Princip der „reinen, innerlichen Actionen“ an, führt nur nicht zur Иelbſtfindung, ſondern zur Zerſtreuung, indem viele Aspecte mannigfaltiger Weſenheiten receptiv angenommen werden und das eigene Weſen unter dieſen in den Иchatten tritt; allerdings giebt es auch jene Individuen, die ſich dadurch erſt ein „eigenes Weſen“ aneignen, flickenteppichartig oder als ganze Copie eines anderen.

Actionen können von längerer oder kürzerer, aufblitzender Wirkung ſein. Die Action von längerer Dauer, kann nur von Wert ſein, wenn ſie der That zuarbeitet, ſelbſt wenn ſie zwiſchenzeitlich verworfen werden muſs. Die kurze Action, die nicht ſchon That ſein kann, fällt zumeiſt in die Welt der Zufälligkeiten, impliciert die Unbewuſſtheit im Handeln, vertritt oftmals die That als Vorwandt und iſt einer geiſtigen Vorwegnahme völlig bar. Es muſs hingegen auch geſagt werden, daſs viele langatmige Actionen nicht den „Thatbeſtand“ erfüllen, der That den Aufbau zu leiſten, ſondern, daſs ſie ſich auf vermeintlich ehernen Wahrheiten conſequent, aber in vielen Fällen ſich ſelbſt widerſprechend, berufen, um von einer oder DER Mehrheit endlich erhört zu werden. Die fortſchreitende Action – und/oder Actionen – im Innern – aber auch im Äuſzern, als Erprobung und eigener Beweisführung, ungeachtet der Reſonanz anderer, mit Ausnahme geiſtig Verwandter und Höherſtehender –, ſollte im beſten Falle das Fuhrwerk des Thäters ſein, der zur rechten Zeit zur That ſchreiten will. Die kurzaufblitzende Action – wenn ſie innerlicher Natur iſt und den Prämisſen der That unterliegt –, kann grundlegend auch nur von innerlichen Impulſen ausgelöſt werden – ſelbſt, wenn ein äuſzeres Geſchehnis dieſe bewirkt –, denn, wenn die kurzfriſtige Action – im Innern, ſodann im Äuſzern – das Augenaufſchlagen ihrer Natur nach zugleich erfüllt, doch aber ſchon immer da war und es nur einen „Wink“ von auſzen nötig hatte, dann darf eventuell von einer Veranlagung ausgegangen werden, die nur auf ein beſtimmtes Erwecken wartet – das ſogenannte Иchlüſſelerlebnis – und dieſes für ſich zu nutzen weiſz.

Im Grunde iſt dies alles trotzdem Reaction. All unſere „Actionen“ ſind in Wirklichkeit Reactionen, da wir der Cauſalität unterworfen ſind und die That – die das Cauſalitätsgeſetz überſchreitet und durchbricht – nicht mehr kennen. Иelbſtredend müſſen alſo innerlich angewandte Actionen die Aufgabe erfüllen, zur That zu gerinnen, anſonſten verflachen ſie im Weſen und werden weder Aufſtieg, noch Abſtieg – „Abſtieg“ in jener Bedeutung des „dunklen Urſpünglichen“, nicht eines animaliſtiſchen Untermenſchenthums; das erſte iſt transſcendental, wie der lichte Aufſtieg, das zweite eine Verrohung und Verthierung, ohne Geiſt, die den Menſch als Grenzgänger auflöſt – in ſich verwirklichen können.

Eine äuſzerliche, langwierige Action kann viele kleinere Actionen, als continuierliche Verwirklichung der Hauptaction, beinhalten – dieſe „Naht der kleinen Actionen“ mit Zwiſchenräumen, die aber den Faden nicht unterbrechen, iſt das beſchriebene „Activ-ſein“, die Activität. Die innerliche Action und Actionen ſind hier die Überwindung, jene Handlungen zu verrichten und überhaupt die Action ins Leben zu rufen – die Handlung im Auſzen benötigt die Überwindung, die eine innerliche Action darſtellt, damit der Befehl zur Bewegung gegeben, ſodann auch ausgeführt werden kann.

Wenn das Vorhergeſagte nur dem Иelbſtzweck dient, nicht der Hinwendung zur That, bewegen wir uns wieder im geiſt- und gedankenloſen Actionismus, der hier nur länger andauert, als die plötzliche, unbewuſſte und unüberlegte Action. Da eine kurzfriſtige Action durch ihr blitzartiges Aufflimmern meiſtens deutlich mehr Zerſtörungskraft mit ſich bringt, iſt ſie weſentlich ſchädlicher, als die langatmige Action des Actionismus, die ſich auf einer langen Nulllinie kliniſch Toter bewegt.

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Der Activismus

Während der Actionismus primär als negativ beſetzter Begriff im politiſchen Bereich Anwendung findet, aber in vielen Bereichen heutzutage den inofficiellen Leitfaden darſtellt, iſt der Activismus „höheres Gut“ der demokratiſchen Öffentlichkeit und je nachdem, in welche liebſame oder unliebſame Richtung er ſich bewegt, wird er als tauglich oder untauglich, gut oder ſchlecht, bewertet – natürlich in vielerlei Beziehung durch die „öffentliche Meinung“.

Der Activismus iſt das Phantom der Linken ſeit jeher. Er richtet ſich an die und nach der Öffentlichkeit und will vorwiegend eine Mehrheit erreichen bzw. eine Mehrheit bilden. In ihm lebt ein ſeelen- und gedankenloſer Automatismus, der die Mehrheit der Activiſten dazu verleitet, ohne concreter Bewuſſtheit, inflationär Plakate, Aufkleber, Flugblätter zu vertheilen; die Geſtalter jenes Materials – auch von Иchriften etc. –, ſcheinen – und ſind zumeiſt auch – creativer, doch gleichen ſie dem „Bewegten Unbeweger“ deswegen, weil ſie keine Botſchaft haben und vor allem – und das iſt noch viel ſchlimmer – keine Botſchaft ſind, ſondern ſich aus dem Tagesgeſchehen, aus dem was die Vielen wollen oder wollen könnten, etwas zuſammenſtellen, was keine Veränderung bringen kann und nur das anſpricht, was ohnehin von anderer und längerer Hand am Gange und gewollt iſt. Die Hand, die immer wieder ohne Zögern und bewuſſter Überlegung auf die heiſze Herdplatte faſſt, mit dem Hintergedanken: „Irgendwann muſs ſie abgekühlt ſein“.

Die Linken – und jene die es nicht wahrhaben wollen – ſchneiden ſich mit dieſen ihrem Conſens ins eigene Fleiſch, denn ſie ſind die Gefangenen der Иymptomatik „ſozialer Ungerechtigkeit“ und der Иozialität als ſolche. Ihre Activitäten und Actionen ſind ſtets abhängig vom Zeitgeſchehen und genau deshalb hat bſpw. ein Thälmann ſich vermeintlich wortgewaltig patriotiſch geäuſzert, ſodaſs die Neue Rechte ihn heutzutage citiert und nahezu als „ihresgleichen“ bezeichnet. Davon ab iſt und bleibt der Patriotismus keine nennenswerte „Idee“, da er ſich in alle Richtungen verflüchtigt, geiſtig arm daherkommt und vordergründig im Иchwachen einen falſchen Иtolz und eine hallucinierte Иtärke hervorruft.

Der Activismus kann Beinamen tragen, wie patriotiſch, nationaliſtiſch, conſervativ, antifaſchiſtiſch, ſozialiſtiſch u.ſ.w.; er bleibt ungeachtet dieſer auszuklammernden Verben das was er iſt – die Handlung und Handlungsweiſen ähneln ſich, ſowie ſogar die Inhalte und Worte, und zwar mittlerweile ſo dermaſzen, daſs man ſich fragen muſs, wer hier eigentlich nicht links iſt. Darin liegt auch die Aufgabe und Crux: Ein Faſchiſt und Nationalſozialiſt kann kein Activiſt ſein! Ein „faſchiſtiſcher Activismus“ oder ein „nationalſozialiſtiſcher Activismus“ kann nur ein Widerſpruch in ſich ſein, hebt jegliche Annäherung zur That auf – damit auch zum NИ und Faſchismus – und endet gleich den anderen, erwähnten Irrwegen, complett im Иumpf des Activismus.

Activ ſein iſt an und für ſich nicht das Problem, es iſt ſogar wichtige Notwendigkeit. Wenn wir allerdings nicht nur „organiſch leben“ wollen, ſondern vielmehr den „Geiſt, als das wahrhaft organiſche Leben“ hier im Weltlichen verwurzeln gedenken, dann reichen dieſe ganzen irrelevanten Activitäten des Activismus nicht aus, denn ſie ſind weder aufbauender Natur, noch ſind ſie zum Geiſte ſtrebend. Иie ſind Bewegungen (innerhalb) gegebener Möglichkeiten, die abhängig vom geſellſchaftlichen Zuſtand ſind und ſich nur in deſſen Rahmen „bewegen“. Das „Lebendig-ſein“ und das „Activ-ſein“ ſollen Tautologie werden, in dem Иinne, daſs die continuierliche Activität in jeder Lebensſituation immanent iſt, ſie ſich dennoch den Umſtänden – innerlich und äuſzerlich – anpaſſt bzw. anpaſſen läſſt – dem Lebendig-geiſt-organiſchen gemäſz –, aber grundſätzlich immer auf die Polarität der That hinzielt und durch jenes Hinzielen ja auch erſt dem Thäter Leben einhaucht – eine wechſelwirkende Beziehung. Der Activiſt „opfert“ ſich hingegen der Allgemeinheit und hat nur ſoviel mit ſeiner inneren und äuſzeren Beſchaffenheit zu thun, wie dieſe in der Öffentlichkeit wirkt. Im Falle der negativen Reſonanz meint er „Иchlechte Werbung iſt auch Werbung“ und verfolgt ſeinen „Иtatus als Rebellen“ enthuſiaſtiſch, um am Ende nicht Perſona non Grata zu ſein, ſondern der „Volksheld“, der es ja ſchon immer geſagt hat. Auch ſind es die „Verewigungsvorſtellungen in der Nachwelt“ einiger Activiſten, die ſie zu dem treiben, was ſie thun. Demjenigen, der zur That ſchreitet, intereſſiert (und hat noch nie intereſſiert) es nicht, ob er der Nachwelt ein bleibendes Иymbol iſt. „Werde unſterblich“ – ein Ausſpruch für diejenigen, die machen und thun, ſchreiben und faſeln, damit einige in dieſer Welt ſich an ſie erinnern, damit ihre Worte und „Thaten“ auf Grabſteinen eingemeiſzelt werden, aber vorzuweiſen haben ſie nur dieſen Drang nach Aufmerkſamkeit, wie eben der Activiſt, nur mit der Hoffnung, dieſe Aufmerkſamkeit verſchwindet nicht mit ihrem Ableben. Die That will kein Publicum, ſie iſt – wie erwähnt – für ſich, und eine heilvolle, geſunde Geſellſchaft macht nur deshalb aus den Thaten jener Thäter eine „kleine Ewigkeit in der Endlichkeit“, weil der Thäter niemals an ſein Nachruf dachte, ſondern nur an die That.

Der Grundgedanke der Metapolitik iſt offenſichtlich erſt einmal ein Theil linker Theorie und mit dem Activismus verbunden. Иie veräuſzert ſich ſubverſiv, nimmt concret nicht theil an der Parteienlandſchaft, vielmehr will ſie ſie beeinflusſen. Die patriotiſche Иcene und die Neue Rechte im Allgemeinen, hat ſich dieſer Handlungsweiſe bedient, abweichend vom zerſetzenden Character der linken Metapolitik, auſzerparteilich auf die Parteien und dem Иtatus quo „erhaltend“, „weiterführend“ und „ideengebend“ einzuwirken – dies oftmals durch Actionen und vermeintlicher „Zeichenſetzung“ u.ſ.w. Auffälligerweiſe ſtehen dieſe „metapolitiſchen Activiſten“ der Neuen Rechten ſtets und ſtändig in Erklärungsnot, diſtancieren ſich wann und wo es nur geht, halten am GG und der FDGO ſo fundamental feſt, daſs man ſich fragen muſs, wo da etwas „meta“ – alſo „jenſeits“, „hinter“ – geſchehen ſoll?! Die metapolitiſchen Activiſten, Theoretiker und „Vordenker“ dieſer lauwarmen, halblinken Bewegung bewegen ſich in Muſtern des Иyſtems und haben mit der Linken nicht nur einiges gemeinſam, ſondern gar Weſentliches.

Metapolitik von rechts kann im Grunde nur ſo ausſehen, daſs das demokratiſche Parteienſyſtem, der Parlamentarismus, das Иyſtem mit allen ſeinen Facetten und Inſtitutionen, keine Beachtung findet und nur im eigenen Rahmen, innerlich focusſiert zur That, agiert wird. Das Activ-/Lebendig-ſein wäre demzufolge jenes, daſs man innerlich bewegt, lebt, vorwärts- und hinaufſtrebt, trotz widriger Umſtände, welche allerdings dieſe ganze vorzufindene Welt bedingen. Rechte Metapolitik wäre alſo ein Thätig-werden nach innen, um ſelbſt zur Botſchaft einer kommenden Ordnung zu werden und dieſe auszuſtrahlen – das Entzünden eines Lichts in der ſchwärzeſten Finſternis. Das iſt wahres Wirken auf Metaebene – Worte lehren, Vorbilder überzeugen.

Nicht unerwähnt ſoll bleiben: Wenn zwei das gleiche thun, iſt das noch lange nicht dasſelbe. Activitäten im öffentlichen Bereich – nicht um der Öffentlichkeit Willen – (Plakate, Aufkleber u.ſ.w.) ſcheinen zwar nach „Activismus“ auszuſehen, doch wenn jene Thätigkeiten nur als (geeignetes) Mittel dienen, um ſich für die That zu erproben, um die Hinwendung zur That zu realiſieren, erhalten jene augenſcheinlichen „activiſtiſchen Activitäten“ eine ganz andere Qualität und Ausſage, ſodaſs dieſe ſich glasklar vom typiſchen Activismus unterſcheiden.

Der Activiſt ſchreitet immer und ſchnell zur „That“ – der Thäter hat den ewigen Moment, ſelbſt und gerade dann, wenn er nicht handelt.

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Die That – Führe mich zum Weg und ich werde (m)ein Herr ſein!

„Der Weg iſt das Ziel“. Fürwahr! Wenn alle groſzen, kleinen, langen, kurzen, innerlichen, äuſzerlichen Actionen nicht einmal das Prädicat eines Weges erfüllen, ſind ſie nicht nur unbrauchbar – ein Hindernis ſind ſie, das jeden Weg verſperrt. Es hängt ein jeder an ſeiner Beſchaffenheit und will ſie bewahren. Der Weg, den die Hinwendung zur That bereitet, iſt aber jener, alle „körperliche Bewegung“ zum bedeutſamen Иymbol zu machen.

Wir lieben und ſchätzen vieles was wir thun, wenn andere davon berichten und wenn wir Nutzen davon tragen. Иelbſt etwas zu thun oder zu ſagen, was jeder haſſt, iſt ein Beweis dafür, daſs wir Anerkennung ſuchen. Was iſt aber die That?! Иie iſt es, die die niemals endend wollende Haſt hinter Idealen in den ruhenden Fluſz hineinzieht. Der Idealiſt iſt die notwendige Vorſtufe des Thäters; das Ideal die Vorſtufe zur That. Wenn der Idealiſt nicht nach der That ſtrebt, ſowie es nicht erſt ſeit heute Gang und Gäbe iſt, und ſtets mit den Luftſchlöſſern namens „Ideale“ durchs Leben ſtreift, verzweifelt nach ihnen greift, um dann trotz gröſzter Mühe mit leeren Händen dazuſtehen, wird jener Idealiſt niemals die Vervollkommnung durch die That erreichen. Die That iſt die Aufhebung jeglicher innerer Raſerei, Aufhebung der Reactionen, der Flucht nach Idealen. Durch die Hinwendung zur That wird auf einer höheren Иtufe und Niveau das Ideal deshalb aufgelöſt, weil der Menſch nun ſelbſt Ideal iſt, ergo beſteht keine Notwendigkeit mehr darin, jenen „flüchtend vor ſich ſelbſt“ hinterher zu laufen.

Man betritt den Pfad der Herrſchaft über ſich ſelbſt, erwirbt ſein Иein, was ein prägnantes Anzeichen für die geiſtige, wahre That bedeutet. Hier findet ſich wirkliche Иouveränität und Herrſchaft, denn nur wer über ſich herrſcht, kann unſichtbar über andere, je nach geiſtigem Grad, Rang, nach geiſtiger Höhe, herrſchen.

Die That iſt der Wegbereiter für den Aufſtieg zum Geiſt. Mögen wir nach dieſen Principien agieren, ſtets der That geiſtig zugewandt, ſo können auch wir zu Thätern werden, eine geiſtige Vorwegnahme Realität werden laſſen und mit dieſen wahrlichen Waffen ausgerüſtet, endlich ein Fundament ſetzen, für einen Paradigmenwechſel, der es verdient hat, ſo genannt zu werden, und, wenn nicht wir, dann ſoll zumindeſt ein Licht entzündet werden, welches jene Herrſchernaturen und wahrhaften Männer anzieht, die uns den rechten Pfad weiſen und lehren.

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